Sport Regional
14.11.2017 05:00

Zuger Oejdemark will bis in zwei Jahren einen Platz in der National League

  • Victor Oejdemark (rechts) hat schon vier Einsätze mit dem Zuger Fanionteam bestritten. (© Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 7. November 2017))
    Victor Oejdemark (rechts) hat schon vier Einsätze mit dem Zuger Fanionteam bestritten. | Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 7. November 2017)
EISHOCKEY ⋅ Victor Oejdemark, der Verteidiger der EVZ Academy, träumt von einer Profikarriere bei den Zugern. Der 19-Jährige sagt, warum er sich für Zug und gegen eine Rückkehr nach Zürich ausgesprochen hat.

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Die Freude am Eishockey entdeckte Victor Oejdemark in Schweden. Genauer gesagt in Saltsjöbaden, das 20 Autominuten von Stockholm entfernt liegt. Hier wuchs der 19-jährige Verteidiger mit Schweizer Lizenz auf und verbrachte die ersten Jahre seines Lebens. Im Alter von 8 Jahren zogen seine Eltern mit den drei Kindern beruflich bedingt in die Schweiz, genauer gesagt nach Stäfa, das am oberen rechten Zürichseeufer liegt. Oejdemarks Karriere begann im Nachwuchs der GCK Lions. Dort bestritt der 189 Zentimeter grosse und 92 Kilogramm schwere Verteidiger später auch einige Einsätze in der damaligen NLB (heute Swiss League) im Farmteam der ZSC Lions. Oejdemark erinnert sich: «Die Einsätze in der zweithöchsten Liga waren natürlich sehr gut für mich und meine Erfahrung.»

Letzte Saison absolvierte Oejdemark ein Zwischenjahr in Schweden, im Nachwuchs von AIK Stockholm. «Hier erhoffte ich mir etwas mehr Spielpraxis. Der Verein setzte aber vorwiegend auf Spieler aus den eigenen Reihen. Sportlich konnte ich nicht viel profitieren, das war enttäuschend. Aber als Mensch bin ich in meiner Persönlichkeit gereift. Ich lebte allein in Stockholm und musste mein Leben selber managen.»

Ein Platz in der National League bis in zwei Jahren

Auf diese Saison hin wechselte der Verteidiger zur EVZ Academy in die Swiss League. Warum keine Rückkehr zu den GCK Lions? «Ich sehe hier in Zug bessere Perspektiven für meine Zukunft. Die Chancen, dass ich eines Tages den Sprung ins Profikader der ersten Mannschaft schaffe, sind grösser als beispielsweise bei den ZSC Lions.» Oejdemarks Vertrag im EVZ läuft zwei Jahre, bis dann will er den Sprung in die National League geschafft haben. Er hat schon vier Einsätze im Fanionteam auf dem Konto: zwei Partien in der Champions Hockey League und zwei Partien in der Meisterschaft. Geblieben ist dem Verteidiger das Heimspiel gegen Fribourg Anfang November. «Wir haben das Spiel zwar mit 4:6 verloren. Die Eindrücke bleiben aber positiv. Als ich in der Bossard-Arena einlaufen konnte vor ausverkauftem Haus – da hatte ich schon Gänsehaut.»

Ein grosser Fan ist Oejdemark vom schwedischen Verteidiger Erik Karlsson, der in der NHL bei den Ottawa Senators spielt. Apropos NHL, das ist im Hause Oejdemarks immer wieder ein Thema. Denn Victors Schwester Emelie (20) ist die Freundin von Denis Malgin (20), dem NHL-Stürmer der Florida Panthers. «Ich habe mir in Florida schon NHL-Spiele angeschaut, als ich meine Schwester besuchte. Das ist eine andere Liga, eine andere Welt.» Apropos Familie, die geniesst einen hohen Stellenwert im Leben des 19-jährigen Verteidigers: «Meine Eltern schauen die Heimspiele der EVZ Academy immer. Das ist super. Sie sind meine Stütze und mein Rückhalt.»

Eine wegweisende Woche steht bevor

Mit der EVZ-Academy-Equipe kämpft Oejdemark derzeit um die Playoff-Qualifikation. «Wir sind auf Kurs, könnten sicher mehr Punkte auf dem Konto haben. Nun sind wir gefordert. Momentan ist der Strich noch in Sichtweite.» Diese Einschätzung stimmt. Die EVZ Academy liegt derzeit – allerdings mit einem Spiel weniger als seine Konkurrenz – auf dem zehnten Rang mit 18 Punkten. Den achten Rang belegt La Chaux-de-Fonds mit 21 Zählern. Heute gegen Thurgau (20.00, Güttingersreuti), am Samstag gegen die Ticino Rockets (18.30, Bossard-Arena) sowie am Sonntag gegen die GCK Lions (15.45, Küsnacht) ist die Hedlund-Truppe gefordert. «Wir spielen diese Woche gegen drei Gegner, die in unserer Reichweite liegen. Es warten drei wegweisende Partien auf uns – machbare Aufgaben,» ist Victor Oejdemark überzeugt.

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