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EISHOCKEY

Die Wikinger in die Knie gezwungen

Zweitligist Sursee schafft, was noch keinem Team diese Saison gelang: Sie besiegen den Leader Dürnten Vikings mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Ein Erfolg, der die Playoff-Chancen weiter steigen lässt.
05.12.2017 | 09:01

«Unglaublich, was wir leisteten. Das war ein starke Kollektivauftritt. Als Team haben wir das grosse Dürnten besiegt», freute sich Luca Martschini (29, Verteidiger). Auch mental ist das Team von Trainer Joséf Kovacik (59) auf der Höhe. Kovacik: «Wir lagen gegen diesen spielstarken Gegner 0:2 in Rücklage, kämpften uns aber zurück in die Partie und haben uns nie aufgegeben. Chapeau, meine Spieler haben mir viel Freude bereitet. Das war eine starke Darbietung.»

Absolut. Sursee beendete damit die beeindruckende Serie der Zürcher Oberländer von neun siegreichen Auftritten in Serie. Selbst Routiniers wie die Gebrüder Rüegg (Yves, Mischa und Andy) gratulierten nach Spielschluss zum Sieg. Martschini, der in seiner 24. Saison als Eishockeyaner steht: «Das war eine schöne Geste von ihnen, diese Gratulation. Dieses Kompliment nehmen wir sehr gerne entgegen von Topspielern dieser Liga. Das kommt nicht jedes Wochenende vor.» Martschini, dessen jüngerer Bruder Lino beim EVZ Profi ist und in der Nationalmannschafts spielt, hebt aber gleichzeitig auch den Mahnfinger und spricht Klartext: «Wir geniessen den Moment, doch wir bleiben auf dem Boden. Mit dem Sieg gegen Dürnten haben wir sicher die grosse Überraschung geschafft, uns weiteren Respekt in der Liga verschafft und einen wichtigen Schritt Richtung Top 8 gemacht, mehr allerdings nicht.»

Zum Jahresabschluss zweimal auswärts gefordert

Mit dem dritten Sieg im zehnten Spiel und bereits zehn erspielten Punkten halten sich die Surseer unter den Top 8, die zu den Playoffs berechtigen. Kovacik: «Der achte Rang ist und bleibt unser ganz grosser Traum. Der Weg dorthin ist noch lang, doch wir können es schaffen. Ich bin guten Mutes.» Zum Jahresabschluss trifft der Liganeuling noch zwei Mal auswärts, zuerst auf Bassersdorf, und dann steht die Reise nach Chiasso (Samstag, 16. Dezember) auf dem Programm. Weitere Punkte aus diesen Duellen würden Sursee dem ganz grossen Ziel um einiges näher bringen.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

 

2. Liga, Gruppe 1

10. Runde: Sursee – Dürnten 4:3 n. P. Chiasso – Luzern 2:1 n. V. Seewen – Illnau-Effretikon 0:3. Küsnacht – Zug 1:4. Bellinzona – Bassersdorf 4:8.

Rangliste: 1. Illnau-Effretikon 10/28 (54:33). 2. Dürnten 10/27 (62:23). 3. Luzern 10/19 (58:32). 4. Bassersdorf 10/19 (54:40). 5. Zug 10/16 (34:38). 6. Küsnacht 10/10 (33:45). 7. Bellinzona 10/10 (32:47). 8. Sursee 10/10 (40:59). 9. Chiasso 9/5 (27:51). 10. Seewen 9/3 (17:43).

Sursee – Dürnten 4:3 n. P. (0:0, 2:2, 1:1, 0:0)

Eishalle. – 100 Zuschauer. – SR Lebeda, Schoch. – Tore: 22. 0:1. 23. 0:2. 35. Schmerda (Kiser) 1:2. 38. Matter 2:2. 54. Schmerda (Kiser) 3:2. 57. 3:3.

Chiasso – Luzern 2:1 n. V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)

Centro Sportivo. – 80 Zuschauer. – SR Guidi, Tiago. – Tore: 29. 1:0. 54. Spinner 1:1. 64. 2:1.

Seewen – Illnau-Effretikon 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Zingel. – 75 Zuschauer. – SR San Pietro, Scheggia. – Tore: 5. 0:1. 23. 0:2. 58. 0:3.

Küsnacht ZH – Zug 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)

KEK. – 45 Zuschauer. – SR Sprenger, Gubser. – Tore: 10. Blöchlinger (Blaser, Marti) 0:1. 30. 1:1. 34. Marti (Gilgen, Blaser) 1:2. 39. Rickli (Marti) 1:3. 59. Marti (Rickli) 1:4.

Nächste Runde. Samstag: HC Luzern – Küsnacht ZH (17.30, Eiszentrum). Zug – Seewen (20.30, Academy Arena). – Sonntag: Bassersdorf – Sursee (19.30 Swiss Arena; Kloten).

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