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Wundenlecken bei Zug United

Das Team von Zug United spielt in der NLA mit, doch bis jetzt hat es dem Aufsteiger in fünf Spielen erst zu einem Sieg gereicht. Am Wochenende haben die Zentralschweizer gleich zweifach die Chance, einem Grossen ein Bein zu stellen.
13.10.2017 | 08:01

Im bisherigen Saisonverlauf war auf Seiten von Zug United vor allem Wundenlecken angesagt. Die Zentralschweizer spielten zwar gegen jeden Gegner munter mit, führten zuweilen auch, doch am Ende resultierten in fünf Anläufen nur drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten UHC Uster. Gegen favorisierte Teams blieb Zählbares aus. Morgen Samstag nun folgt im 6. Umgang der NLA der zweite Vergleich mit einem vermeintlich direkten Konkurrenten – dem UHC Waldkirch-­ St. Gallen. Allerdings sind die Ostschweizer hervorragend in die Saison gestartet. Der Startniederlage in Chur liessen die St. Galler vier Siege und elf Punkte folgen – zuletzt gegen die ambitionierten Köniz und Winterthur. Es ist der beste Auftakt in eine Spielzeit überhaupt.

Auffälligste Figuren bei den Ostschweizern sind – wie schon vor sechs Jahren bei den letzten Begegnungen – Roman Mittelholzer und Chris Eschbach. Die beiden torgefährlichen Flügel sind auf dem Spielfeld fast wie Zwillinge und verstehen sich entsprechend blind. Im Tor ist der mittlerweile 29-jährige Dominic Jud zum verlässlichen Rückhalt geworden. Ergänzt wird das Team von Fabian Arvidsson vor allem von jungen Eigengewächsen, die ihre Spuren in der NLA hinterlassen wie zum Beispiel die 19-jährigen Michael Schiess oder Julian Alder, die in der vergangenen Saison 53 respektive 44 Skorerpunkte verbuchten. Der ausgezeichnete Saisonstart brachte das Team aus der Ostschweiz nach fünf Runden auf den 4. Rang. Dies war ihm selbst von den grössten Optimisten kaum zugetraut worden, realisierte Waldkirch-St. Gallen doch den grössten Transfercoup ausserhalb des Bandenvierecks. Die St. Galler verpflichteten die Schwedin Linn Lundström, ihres Zeichens Weltmeisterin und frischgebackene Schweizer Meisterin, als Assistenztrainerin. Ein Wiedersehen ist die Begegnung mit den Ostschweizern für Zugs Trainer Sascha Rhyner. Er führte einerseits in der Saison 2013/14 die Geschicke der Ostschweizer und war anderseits zwei Jahre Trainer Lundströms beim UHC Dietlikon.

Zu Gast beim elffachen Schweizer Meister

Ungleich anders präsentiert sich die Ausgangslage für die Zuger am Sonntag. Es wartet das schwere Gastspiel beim elffachen Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen. Diese proklamieren zwar gerade einen grossen Umbruch in der Mannschaft und dokumentieren dies mit zahlreichen talentierten Jungspunden. Indes verfügt das Kader der Emmentaler noch immer über ausreichend Qualität, um in der NLA zum aussichtsreichsten Titelkandidaten zu zählen. (pr)

Samstag, 14. Oktober 2017: Zug United - Waldkirch-St. Gallen (16.00 Uhr, Sporthalle Herti, Zug)
Sonntag, 15. Oktober 2017: SV Wiler-Ersigen - Zug United (17.30 Uhr, Sportzentrum, Zuchwil)

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