Sport Regional
13.10.2017 08:01

Wundenlecken bei Zug United

  • Frust bei Torhüter Petter Nilsson nach der Niederlage gegen die Grasshoppers.
    Frust bei Torhüter Petter Nilsson nach der Niederlage gegen die Grasshoppers. | Bild: Christian H.Hildebrand (Zug, 30. September 2017)
UNIHOCKEY ⋅ Das Team von Zug United spielt in der NLA mit, doch bis jetzt hat es dem Aufsteiger in fünf Spielen erst zu einem Sieg gereicht. Am Wochenende haben die Zentralschweizer gleich zweifach die Chance, einem Grossen ein Bein zu stellen.

Im bisherigen Saisonverlauf war auf Seiten von Zug United vor allem Wundenlecken angesagt. Die Zentralschweizer spielten zwar gegen jeden Gegner munter mit, führten zuweilen auch, doch am Ende resultierten in fünf Anläufen nur drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten UHC Uster. Gegen favorisierte Teams blieb Zählbares aus. Morgen Samstag nun folgt im 6. Umgang der NLA der zweite Vergleich mit einem vermeintlich direkten Konkurrenten – dem UHC Waldkirch-­ St. Gallen. Allerdings sind die Ostschweizer hervorragend in die Saison gestartet. Der Startniederlage in Chur liessen die St. Galler vier Siege und elf Punkte folgen – zuletzt gegen die ambitionierten Köniz und Winterthur. Es ist der beste Auftakt in eine Spielzeit überhaupt.

Auffälligste Figuren bei den Ostschweizern sind – wie schon vor sechs Jahren bei den letzten Begegnungen – Roman Mittelholzer und Chris Eschbach. Die beiden torgefährlichen Flügel sind auf dem Spielfeld fast wie Zwillinge und verstehen sich entsprechend blind. Im Tor ist der mittlerweile 29-jährige Dominic Jud zum verlässlichen Rückhalt geworden. Ergänzt wird das Team von Fabian Arvidsson vor allem von jungen Eigengewächsen, die ihre Spuren in der NLA hinterlassen wie zum Beispiel die 19-jährigen Michael Schiess oder Julian Alder, die in der vergangenen Saison 53 respektive 44 Skorerpunkte verbuchten. Der ausgezeichnete Saisonstart brachte das Team aus der Ostschweiz nach fünf Runden auf den 4. Rang. Dies war ihm selbst von den grössten Optimisten kaum zugetraut worden, realisierte Waldkirch-St. Gallen doch den grössten Transfercoup ausserhalb des Bandenvierecks. Die St. Galler verpflichteten die Schwedin Linn Lundström, ihres Zeichens Weltmeisterin und frischgebackene Schweizer Meisterin, als Assistenztrainerin. Ein Wiedersehen ist die Begegnung mit den Ostschweizern für Zugs Trainer Sascha Rhyner. Er führte einerseits in der Saison 2013/14 die Geschicke der Ostschweizer und war anderseits zwei Jahre Trainer Lundströms beim UHC Dietlikon.

Zu Gast beim elffachen Schweizer Meister

Ungleich anders präsentiert sich die Ausgangslage für die Zuger am Sonntag. Es wartet das schwere Gastspiel beim elffachen Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen. Diese proklamieren zwar gerade einen grossen Umbruch in der Mannschaft und dokumentieren dies mit zahlreichen talentierten Jungspunden. Indes verfügt das Kader der Emmentaler noch immer über ausreichend Qualität, um in der NLA zum aussichtsreichsten Titelkandidaten zu zählen. (pr)

Samstag, 14. Oktober 2017: Zug United - Waldkirch-St. Gallen (16.00 Uhr, Sporthalle Herti, Zug)
Sonntag, 15. Oktober 2017: SV Wiler-Ersigen - Zug United (17.30 Uhr, Sportzentrum, Zuchwil)

Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Sie dürfen noch Zeichen schreiben
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
  • Anmelden
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Ihre Daten sind leider unvollständig.
Ergänzen Sie bitte Ihre Benutzerdaten, um den Vorgang abschließen zu können.

Meist gelesene Artikel

KONZEPT

Verkehrschaos in Luzern: GLP will neuen Stadttunnel und Bus-Rundkurse

Sechs Medaillen für die Zentralschweiz an den Berufsmeisterschaften in Abu Dhabi: Cédric Achermann (von links, hintere Reihe), Fabien Gyger (Kanton Bern), Simon Furrer, Maurus von Holzen (von links, vorne), Benjamin Räber, Nils Bucher und Marco Michel.
ABU DHABI

Zentralschweizer an der Berufs-WM im Medaillenrausch

Sie sind die ersten: Schon vor acht Uhr standen Fans der Toten Hosen für Tickets der Düsseldorfer Kultband an.
LUZERN

Die Toten Hosen auf der Allmend: Die ersten Tickets sind weg

Blick in die Matratzenproduktion von Recticel in Flüh bei Basel.
BÜRON

Produktionsfehler bei Matratzen: BASF bekommt die Rechnung

Anhänger von Viktoria Pilsen zündeten im Stadion Fackeln. Eine Person konnte identifiziert und nach dem Spiel festgenommen werden.
ALLMEND

Europa-League-Spiel in Luzern: Polizei nimmt zwei Personen fest

Peter Speck präsentiert die neuen Hanf-Speckli und -Guetzli.
ZUG

Zuger Traditions-Confiseur Speck verkauft Hanfguetzli

Die Beisetzung im Gemeinschaftsgrab wie jenem im Stadtluzerner Friedental wird immer beliebter.
STERBEN

Erdbestattungen sind ein Auslaufmodell

Wird neuer Palace-Direktor: Peter Durrer.
LUZERN

Neuer Direktor im Hotel Palace heisst Peter Durrer

Ausflug ins Tessin um 1935 mit OW 1 mit einem Fotohalt an der Axenstrasse. Elisabeth Dillier-Wyrsch (links) und ihre Freundin Regina Käppeli.
GESCHICHTE

Vor 110 Jahren fuhren im Kanton Obwalden genau drei Autos

David McIntyre trägt auch kommende Saison das EVZ-Trikot. (Stefan Kaiser/ZZ)
EISHOCKEY

Der Rohbau für die EVZ-Saison 2018/19 steht

Zur klassischen Ansicht wechseln