Sport Regional
12.07.2017 04:39

Odermatt offiziell selektioniert

  • Das Obwaldner Erfolgstrio: Heimtrainer Thomi Rymann, Nadine Odermatt, Hochsprungtrainer Ruedi Nyffenegger (von links). Odermatt fährt an die Europäischen Olympischen Jugendspiele Györ (Ungarn).
    Das Obwaldner Erfolgstrio: Heimtrainer Thomi Rymann, Nadine Odermatt, Hochsprungtrainer Ruedi Nyffenegger (von links). Odermatt fährt an die Europäischen Olympischen Jugendspiele Györ (Ungarn). | Bild: PD
LEICHTATHLETIK ⋅ Nadine Odermatt darf sich freuen: Die 15-jährige Hochspringerin ist für die Jugend-Olympiade nominiert worden. Sie ist erst die vierte Obwaldnerin, die daran teilnehmen darf.

Nach dem Selektionsvorschlag von Swiss Athletics an Swiss Olympic letzten Dienstag ist es nun offiziell: Die 15-jährige Kernserin Nadine Odermatt wird die Schweizer Farben an den Europäischen Olympischen Jugendspielen vertreten. Da sie die einzige Schweizer Nachwuchs-Athletin war, die die geforderte Mindesthöhe von 1,71 Meter überspringen konnte, war der Selektionsentscheid, der am letzten Freitag publik gemacht wurde, klar. Nach Reto Haas (Speerwurf), Carmen Seiler (800 m im Jahr 2003 in Paris) und Amaru Schenkel (100 m, 200 m, 4 x 100-m-Staffel in Lignano mit Rang 2 im 200-m-Lauf) wird Nadine Odermatt die vierte Obwaldnerin sein, die an diesem Anlass teilnehmen darf.

Nicht einfacher Weg wird belohnt

Nach Sandra Röthlin im letzten Jahr an der Jugend-EM wird mit Nadine Odermatt eine weitere Athletin für ihren Weg, den sie mit der Trainingsgruppe um Trainer Thomi Rymann gegangen ist, belohnt. Der «Goldmasseur» der Schweizer Ruderer geht dabei als Trainer mit teilweise über 20 Stunden Aufwand an die Grenzen der Belastbarkeit. Mit Ruedi Nyffenegger als Hochsprung-Techniktrainer hat er vor zwei Jahren ein entscheidendes Mosaiksteinchen beigefügt. Zum Erfolgsteam gehören zudem mit Ornella Amstalden und Daniela Abächerli zwei Athletinnen, die das Krafttraining umsetzen und Absenzen des Haupttrainers perfekt kompensieren.

Mit dem externen Leistungszentrum konnte zudem ein Gebilde geschaffen werden, welches es den Mädchen ermöglicht, ihren Weg effizient und erfolgreich zu gehen. Mit Julia Niederberger, Tina Baumgartner, Amy Leibundgut, Pascale Durrer und Noëmi Jakober sind weitere Mädchen dabei, die sich für Grossanlässe in den nächsten Jahren aufdrängen. Weiter ist dem Innerschweizer Leichtathletikverband zu verdanken, dass er den externen Hochsprungtrainer seit diesem Jahr in einem Verbandsprojekt übernommen hat und zum grossen Teil für die Kosten aufkommt.

Für Nadine Odermatt und ihren Staff gilt es nun, ihre Form zu konservieren und an ein paar kleinen Details zu arbeiten. «Wir sind überzeugt, dass es noch etwas höher gehen kann, wenn alles stimmt», bilanziert ihr Trainer. Odermatt war gestern Dienstag am Meeting in Luzern zu bewundern. Auf weitere Wettkämpfe verzichtet sie, bevor am 22. Juli die Abreise zum Grossanlass in Györ erfolgt.

Hundertstel-Pech für Noëmi Jakober

Mit der Alpnacherin Noëmi Jakober liebäugelte eine weitere Obwaldner Athletin mit einem internationalen Grossanlass. Die geforderten 2:10,00 Minuten über 800 m für die Juniorinnen-EM in Grosseto verpasste sie (wie schon berichtet) in Jona nur um 0,08 Sekunden. Bei den weiteren Versuchen in Nottwil letzten Samstag (2:10,94) und Lausanne am Donnerstag (2:10,75) scheiterte sie wiederum sehr knapp. Nachdem im letzten Jahr bereits nur 0,01 Sekunden für die Jugend-EM gefehlt haben, «fuchst» es schon etwas, so Noëmi Jakober. Dennoch darf sie mit ihren Rennen als U18-Athletin in den letzten sechs Wochen und den gemachten Fortschritten zufrieden sein. In zwei Jahren sollte dieses Unterfangen mit den jetzigen Fortschritten dann hoffentlich nur noch Formsache sein.

Der erfolgreiche Marathonläufer und Vereinskollege Viktor Röthlin war auch erst als Junior international im Einsatz. Als weiteres Trostpflaster wird sie nun die Gelegenheit haben, an den Schweizer Meisterschaften im 800-m-Lauf der Frauen im Zürcher Letzigrund, welche am während der EM stattfinden, teilzunehmen und so um nationale Medaillen zu kämpfen. (pd)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Christian Constantin hatte in Lugano einen schweren Aussetzer.
SUPER LEAGUE

Nach Attacke auf Fringer: SFL veranlasst Untersuchung gegen Constantin

Auf dem Rathaussteg sind häufig auch Touristen unterwegs.
GASTGEWERBE

Einheimische dürfen billiger ins Hotel

Beim Schwanenplatz war um 17.15 Uhr für Autos und Busse kein Vorwärtskommen.
VERKEHR

Kollision im Hirschengraben – Staus in und um Luzern

Hierhin führt die erste Verbindung am Morgen ins Tessin: nach Locarno.
FAHRPLANWECHSEL

SBB suchen den Kompromiss

Glimpflich ausgegangen: Blick auf das Erdloch.
SÜDUMFAHRUNG

Plötzlich entsteht ein Acht-Meter-Loch: Tunnelbau gestoppt

Der dichte Verkehr in der Stadt Luzern – hier auf der Seebrücke – sorgt für viel Unzufriedenheit.
STADT LUZERN

Parkhaus-Projekte: «Wir müssen nun gemeinsam nach Lösungen suchen»

Christian Constantin mit grimmigem Blick
SUPER LEAGUE

Constantin geht sogar in die Offensive

Wer übernimmt welches Departement? Das entscheidet der Bundesrat heute. Das neue Mitglied Ignazio Cassis muss bei der Verteilung hinten anstehen. (Archivbild)
BUNDESRATSWAHL

Bundesrat verteilt Departemente

Christian Schwegler während dem Training des FC Luzern am Samstag, 24. Juni 2017.
FUSSBALL

Für FCL-Leader Schwegler ist Pleite bei YB «nicht so dramatisch»

Ueli Amstad und Yvonne von Deschwanden (Mitte) treten im kommenden März nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. Othmar Filliger, Alfred Bossard, Res Schmid, Karin Kayser und Josef Niederberger (von links) können bei einer Wiederwahl Mitte 2018 zwei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüssen.
NIDWALDEN

Regierungsrat: Kandidaten bringen sich in Stellung

Zur klassischen Ansicht wechseln