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SCHWINGEN

Philipp Laimbacher tritt zurück

Der 35-jährige Philipp Laimbacher hört auf mit dem Schwingen. Laimbacher hatte in der jüngsten Vergangenheit vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen.
07.11.2017 | 19:18
Bildergalerie: Die grössten Erfolge von Philipp Laimbacher

5 Eidgenössische, 17 Teilverbanskränze, 32 Bergkränze und 42 Kantonalkränze: Eidgenosse Philipp Laimbacher (35) tritt vom aktiven Schwingsport zurück. Wir blicken zurück und lassen seine Karriere nochmals aufleben.

Philipp Laimbacher beendet seine Karriere. Dies teilte der 35-jährige Schwyzer gestern auf seiner Homepage mit. Den Entscheid fällte der fünffache Eidgenosse nach dem Verletzungspech in der vergangenen Saison. Laimbacher erlitt am Innerschweizer Schwingfest Anfang Juli eine Schulterverletzung und verpasste in der Folge mit dem Unspunnen-Schwinget unter anderem den Saisonhöhepunkt. Da sich die Verletzung bis in den Herbst hineinzog, wurde eine Operation Ende Oktober unumgänglich.

«Der Schwingsport hat mein Leben während vieler Jahre geprägt und war für mich eine grosse Lebensschule. Ich muss nun aber mit 35 Jahren feststellen, dass sich mein Körper nicht mehr so schnell und so gut regeneriert wie noch vor zehn Jahren. Durch die grossen Kräfte zwickt es halt da und dort», sagt Laimbacher.

Karriere war geprägt von Verletzungen

Philipp Laimbacher war ein Aushängeschild des Innerschweizer Schwingsports: Er gewann total 96 Kränze und feierte 37 Kranzfestsiege. Zu seinen grössten Erfolgen zählen der zweite Rang am Eidgenössischen 2004 in Luzern sowie die Schlussgangteilnahme am Kilchberger 2014. Das grosse Ziel, 100 Kränze zu gewinnen, verfehlte er aber. Dennoch überwiegt das Positive: «Es war eine tolle Zeit, doch nun ist Schluss. Ich möchte auch in Zukunft noch Sport treiben können. Ich möchte Ski fahren, wandern und biken, mich in der Natur bewegen können und muss nun schweren Herzens einen Schlussstrich ziehen», sagt er.

Laimbacher hatte nicht nur in den letzten zwei Jahren mit Verletzungen zu kämpfen, sondern während seiner gesamten Karriere. Rücken-, Knie- und Schulterbeschwerden hinderten ihn an weiteren Kranzgewinnen. Die gesamte Saison 2012 verpasste er etwa, nachdem er sich 2011 am Nordwestschweizerischen eine schwere Knieverletzung zuzog.

Mit Philipp Laimbacher beendet nun auch der dritte der erfolgreichen Gebrüder Laimbacher seine Laufbahn. 2015 trat sein älterer Bruder Adi (105 Kränze/davon 5 Eidgenössische) zurück. Ivo Laimbacher (25/2), der Jüngste der drei, kehrte dem Aktivsport bereits 2013 den Rücken. (cza)

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