Leichtathletik
17.07.2017 14:02

Frankie Fredericks provisorisch suspendiert

  • Frankie Fredericks (Archivaufnahme)
    Frankie Fredericks (Archivaufnahme) | KEYSTONE/AP PA/PHIL NOBLE
LEICHTATHLETIK ⋅ Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) suspendiert das Council-Mitglied Frankie Fredericks bis auf weiteres. Es geht um Schmiergeldvorwürfe rund um die Vergabe der Olympischen Spiele in Rio.

Im Raum steht eine Summe von 300'000 Dollar. Fredericks beteuert wie schon im März, dass alles mit rechten Dingen zu und her gegangen sei. Er beabsichtigt, sich einer Anhörung zu stellen und gegen die provisorische Suspendierung zu kämpfen, bevor die IAAF-Disziplinarkommission seinen Fall behandelt.

Der 49-jährige Fredericks, der 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta über 100 und 200 m Silber gewonnen hatte und 1993 in Stuttgart zu WM-Gold über 200 m lief, machte auch als Funktionär Karriere. Während den Olympischen Spiele in Athen wurde er ins IOC gewählt und vertritt seither Namibia im Internationalen Olympischen Komitee.

Im August 2008 trat er die Nachfolge Sergej Bubkas als Vorsitzender der Athletenkommission des IOC an und war damit Mitglied des IOC-Exekutivkomitees. Im Juni 2009 übernahm er das Präsidentenamt bei Athletics Namibia, dem Leichtathletikverband Namibias, zwei Jahre später war er Vorsitzender der Athletenkommission der IAAF.

Anfang März 2017 wurde bekannt, dass ein Unternehmen, mit dem Fredericks zumindest in Verbindung gebracht wird, am Tag der Vergabe der Olympischen Spiele an Rio de Janeiro eine Überweisung erhalten hatte. Fredericks kontaktierte daraufhin die Ethikkommission des IOC. Das Gremium sah sich ausserstande, die Beschuldigungen zu beurteilen und verwies auf die Unschuldsvermutung, empfahl jedoch, Fredericks von verschiedenen Posten zu suspendieren, unter anderem vom Vorsitz der IOC-Prüfkommission für die Spiele 2024. Am 7. März 2017 trat der Namibier von fast all seinen Ämtern zurück, nicht aber aus dem IAAF-Council. (sda)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

NEWSTICKER

Trends, Resultate, Stimmen: Das Neuste zu allen Vorlagen

Die Car-Parkplätze auf dem Inseli in Luzern.
ABSTIMMUNG

Stadt Luzern verbannt die Reisecars vom Inseli

Welche Fremdsprache in der Primarschule unterrichtet werden soll, lässt die Initiative offen. Auf dem Bild: Schüler der 5. / 6. Klasse lernen Frühfranzösisch.
ABSTIMMUNG

Luzerner lehnen Fremdspracheninitiative ab

Ein Plakat der Gegner (Archiv).
ALTERSVORSORGE

Altersreform: Tragfähige Alternativen sind noch nicht in Sicht

Pascal Hollenstein

Der Volksentscheid zur Rentenreform: ein Nein zur Giesskanne

Hier soll die neue Cheerstrasse durchführen. Die Gleisunterführung steht schon, ist aber noch ungenutzt.
ABSTIMMUNG

Cheerstrasse: Volksentscheid wird knapp umgesetzt

Für diese Überbauung in der Tribschenstadt hat die Wohnbaugenossenschaft ABL städtisches Land im Baurecht erhalten.
ABSTIMMUNG

In Luzern dürfen stadteigene Grundstücke nicht mehr verkauft werden

Bruno H. Schöpfer steht in einem der grossen Säle des Hotels Palace im Bürgenstock-Resort. Die Anlage soll noch um eine Hotelfachschule erweitert werden.
HOTELLERIE

Mister Bürgenstocks neuster Streich

Es läuft einfach nicht: Captain Claudio Lustenberger und der FCL haben noch zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Lugano.
SUPER LEAGUE

So bitter kann Fussball sein

Emissionen reduzieren: Der deutsche Bundestag will für seinen Fahrdienst auf Elektroautos umsteigen. (Archiv)
LIVETICKER

Deutschland wählt: Alle Infos zur Bundestagswahl

Zur klassischen Ansicht wechseln