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SKELETON

Gilardonis Bangen um Olympia

Skeletonfahrerin Marina Gilardoni fühlt sich vor dem Heim-Weltcup in St. Moritz so gut wie lange nicht mehr.
12.01.2018 | 04:00

Gilardoni ist wieder "fast 100 Prozent" fit, wie sie sagt. Dennoch spürt die 30-jährige St. Gallerin noch die Nachwehen der Bandscheibenprobleme vom letzten Winter und eines Muskelfaserrisses im Sommer. Die gesundheitlichen Beschwerden sind hauptsächlich verantwortlich dafür, dass die WM-Vierte von 2016 um ihr Olympiaticket bangen muss.

Erst vor einer Woche gelang ihr mit einem 10. Platz in Altenberg erstmals in dieser Saison der Sprung in die Top Ten. Der Weltcup vom Freitag im Engadin ist das letzte Qualifikationsrennen, und Gilardoni belegt den ersten Ersatzplatz im Ranking für die 20 Startplätze in Pyeongchang. Das wird sich auch nicht mehr ändern, der Abstand nach vorne und nach hinten ist beträchtlich.

Die Chancen stehen dennoch nicht schlecht. Die zweite Niederländerin (Joska le Conte) wäre zwar qualifiziert, erfüllt aber die strengen Selektionskriterien des niederländischen Verbandes nicht. Gilardoni hingegen dürfte von Swiss Olympic selektioniert werden.

In erster Linie ist sie einfach glücklich, dass sie wieder schmerzfrei Rennen fahren kann - auch wenn sie die Liegeposition auf dem Schlitten wegen des Rückens anpassen und die Haltegriffe wieder aussen montieren musste. Dadurch ist es schwieriger, die aerodynamisch ideale Position zu halten. In St. Moritz möchte Gilardoni in erster Linie einen weiteren Schritt nach vorne machen, ohne Olympia im Hinterkopf. "Ein einstelliger Platz wäre schön", sagt sie und strahlt mit der Sonne im Engadin um die Wette. (sda)

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