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SKI ALPIN

Lara Gut wieder auf dem Podium

Lara Gut zeigt in Bad Kleinkirchheim eine starke Leistung. Die Tessinerin befindet sich auf gutem Weg zurück zur Fahrerin, die sie vor ihrer schweren Verletzung war.
13.01.2018 | 16:17

Den Sieg hatte sie durch einen Fehler kurz vor dem Ziel aus der Hand gegeben, doch dies änderte nichts an ihrer Gefühlslage. Lara Gut war zufrieden mit dem, was sie in Bad Kleinkirchheim gezeigt hatte. "Der Super-G war schon immer die Disziplin, die mir geholfen hat. Heute habe ich gewiss noch keine perfekte Fahrt gezeigt, aber ich war aggressiv - und das bei schwierigen Bedingungen", durfte sie bilanzieren.

Die Verhältnisse waren in der Tat anforderungsreich. "Dieser Schnee war ein richtiger Challenge. Die beiden Tage zuvor war die aufgeweichte Piste absolut unfahrbar und eigentlich war es ein Wunder, dass überhaupt ein Rennen stattgefunden hat", befand Lara Gut. "Bis zur Streckenmitte war die Piste überraschend gut, danach aber gab es doch einige gebrochene Stellen."

Zum Siegen wieder bereit

Kurz vor dem Ziel wäre ihr eine solche Stelle beinahe zum Verhängnis geworden. "Ich schaute mehr auf den Boden und weniger aufs Tor", schilderte sie die Szene. Lara Gut hängte mit der linken Hand am zweitletztenTor ein. Dabei verlor sie den einen Stock und die entscheidenden 18 Hundertstel, die ihr am Schluss zum 24. Weltcupsieg fehlten. "Wenigstens habe ich mich nicht verletzt wie letzten Winter in Cortina bei einem ähnlichen Zwischenfall. Die Schulter schmerzt ein bisschen, aber schlimm ist es nicht."

Kurz nach ihrer Zieldurchfahrt hatte Lara Gut noch auf den Sieg hoffen dürfen. "Ich dachte: vielleicht reicht es es. Denn ich war trotz Fehlern schnell." Doch dann kam eben noch Federica Brignone, die verhinderte, dass die Tessinerin erstmals nach ihrem Kreuzbandriss vom letzten Februar wieder ein Rennen gewann.

Fast noch wichtiger als das Ergebnis war Lara Gut aber ihr Gefühl, welches sie während ihrer Fahrt verspürte. "Ich konnte meinem Instinkt vertrauen, meinem Bauchgefühl, so ging es fast von alleine. Das war bisher noch nicht so." Rechtzeitig für die kommenden Aufgaben mit den Olympischen Spielen in Südkorea als Höhepunkt ist die Tessinerin zum Siegen wieder bereit. (sda)

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